Ausbildungsvertrag

Vor Beginn der Ausbildung wird ein Berufsausbildungsvertrag zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem/der Auszubildenden und – wenn noch nicht volljährig – von den Erziehungsberechtigten geschlossen und unterschrieben. In dem Vertrag werden im Wesentlichen auf gesetzlichen oder tariflichen Grundlagen vereinbart:

  • Der Ausbildungsberuf und ggf. die Fachrichtung
  • Die Dauer der Ausbildung
  • Der Ausbildungsbeginn und das voraussichtliche Ausbildungsende
  • Die Ausbildungsvergütung und
  • Der Urlaubsanspruch

Die Kreishandwerkerschaft prüft den Vertrag auf die Richtigkeit und die Handwerkskammer trägt den Vertrag in die „Lehrlingsrolle“, in das offizielle Verzeichnis der bestehenden Berufsausbildungsverträge ein.

Ausbildungsordnung und Ausbildungsplan

In den Ausbildungsordnung werden bundeseinheitliche Standards der betrieblichen Ausbildung festgelegt. Der Ausbildungsrahmenplan enthält als Anhang der Ausbildungsordnung eine grobe zeitliche und sachliche Gliederung der betrieblichen Ausbildungsinhalte und dient als Vorgabe für den betrieblichen Ausbildungsplan.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung wird nicht als Gehalt definiert, sondern als ein Beitrag zu den Kosten des Auszubildenden, in welchem zudem ein Taschengeld enthalten ist. In den meisten Ausbildungsberufen im Handwerk ist die Höhe in Tarifverträgen vereinbart oder orientiert sich daran, in dem die tariflichen Vereinbarungen allgemeinverbindlich erklärt wurden. Gibt es in einem Ausbildungsberuf diese Art der Vereinbarungen nicht, gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Die Höhe der Ausbildungsvergütungen verändert sich regelmäßig, sie kann auch in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sein. Mit Fortschreiten der Ausbildung steigt in jedem Lehrjahr auch in der Regel die Ausbildungsvergütung. Eine Übersicht der Ausbildungsvergütungen in NRW findet man im Tarifregister des Landes NRW.